Neues in 2015

Jahresausblick

Wie die Zeit vergeht. Was gestern noch aktuell war, ist heute überholt. Auch das nächste Jahr hat wieder viel Neues zu bieten. Informieren Sie sich jetzt über gesetzliche Umstellungen und neue Vorschriften in 2015.

 
 

Kirchensteuer auf Kapitalerträge ab 2015

Ab dem 1. Januar 2015 erfolgt der Einbehalt von Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge automatisch. Zur Vorbereitung des automatischen Abzugs der Kirchensteuer auf Abgeltungssteuer fragen Kreditinstitute, Versicherungen, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften (Abzugsverpflichtete) einmal jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Religionszugehörigkeit aller Kunden, Versicherten oder Anteilseigner ab.

Aufgrund der bereitgestellten Informationen des BZSt wird dann die auf die Abgeltungsteuer entfallende Kirchensteuer einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Änderung der Lohnsteuerrichtlinien zum 1. Januar 2015

Die Freigrenzen für Aufmerksamkeiten, Arbeitsessen und Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen werden 2015 angehoben – von 40 auf 60 Euro je Arbeitnehmer. Hierunter fallen Sachgeschenke aus persönlichem Anlass (zum Beispiel Geburtstag, Hochzeit oder Geburt eines Kindes). Geldzuwendungen hingegen bleiben voll steuerpflichtig.

Der Garantiezins auf Lebensversicherungen sinkt

Bei Neuverträgen dürfen Lebensversicherer ab dem 1. Januar 2015 einen niedrigeren Garantiezins veranschlagen: 1,25 statt 1,75 Prozent.

Mit dem Gesetzentwurf werden einerseits die an Verbraucher zugesagten Garantieleistungen gesichert. Andererseits sollen die Versicherer bei der Ausschüttung sogenannter Bewertungsreserven entlastet werden. Was zur Folge hat, dass Kunden mit auslaufenden Verträgen mit gewissen Einbußen rechnen müssen.

Darüber hinaus erhält die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mehr Befugnisse und darf beispielsweise eine Ausschüttungssperre an Aktionäre verhängen, wenn eine Garantieleistung gefährdet ist.

Luxemburg verabschiedet sich vom Bankgeheimnis

Zum 1. Januar 2015 schafft Luxemburg das Bankgeheimnis ab und gibt den Behörden aller EU-Staaten automatisch Auskünfte über Zinsen, die an Anleger in diesen Ländern gezahlt werden. Zinserträge, die an in Luxemburg lebende Anleger oder an Anleger in Staaten außerhalb der EU gezahlt werden, sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Einführung des ElterngeldPlus ab dem 1. Juli 2015

Das ElterngeldPlus soll es den Eltern während der Elternzeit erleichtern, wieder in den Beruf einzusteigen. Mit dem ElterngeldPlus können sie während einer Teilzeittätigkeit doppelt so lange die Förderung durch das Elterngeld nutzen. Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.

Bislang können Eltern zwar Teilzeitarbeit und Elterngeld kombinieren, allerdings verlieren sie nach der bisherigen Regelung einen Teil ihres Elterngeldanspruchs. Ihr Lohn mindert die ausgezahlten Beträge, ohne dass es dafür zum Ausgleich länger Elterngeld gibt.

Darüber hinaus soll ein Partnerschaftsbonus eingeführt werden. Hier erhalten beide Elternteile, wenn sie pro Woche 25 bis 30 Stunden parallel arbeiten, das ElterngeldPlus für vier zusätzliche Monate.

Neue Krankenkassen-Beiträge

Zum 1. Januar 2015 wird der Beitragssatz für die gesetzlichen Krankenkassen angepasst – von 15,5 auf 14,6 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen davon jeweils die Hälfte. Pauschale Sonderbeiträge gibt es ab 2015 nicht mehr. Ob und in welcher Höhe ein Zusatzbeitrag anfällt, entscheidet jede Krankenkasse selbst.

Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt

Der Rentenbeitragssatz wird für das Jahr 2015 auf 18,7 Prozent festgesetzt – 0,2 Prozent weniger als 2014. Die Entlastung verteilt sich gleichermaßen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Durchschnittsverdiener spart 35 Euro im Jahr ein.

 
 
 
 

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